Fraunhofer IZI und Fraunhofer IKTS eröffnen gemeinsames Bio-Nano-Anwendungslabor in Leipzig

2.10.2015

Am 2. Oktober 2015 stellen das Leipziger Fraunhofer-Institut für Zelltherapie und Immunologie IZI und das Dresdner Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme IKTS ihren neuen Gerätepark zur interdisziplinären Bearbeitung material- und biowissenschaftlicher Fragestellungen vor. Die feierliche Eröffnung erfolgt im Beisein von Staatssekretär Uwe Gaul im Rahmen der bionection Partneringkonferenz in Leipzig.

Staatssekretär Uwe Gaul (mitte) im Gespräch mit Prof. Dr. Frank Emmrich (links) und Dr. Claire Fabian (rechts).
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Staatssekretär Uwe Gaul (mitte) während des Laborrundgangs im Gespräch mit Prof. Dr. Frank Emmrich (links) und Dr. Claire Fabian (rechts).

Institutsdirektor Prof. Dr. Frank Emmrich (rechts im Bild) und Gäste
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Institutsdirektor Prof. Dr. Frank Emmrich (rechts im Bild) stellt den Gästen die neue Technik vor.

Das Bio-Nano-Anwendungslabor ist eine von Fraunhofer IZI und Fraunhofer IKTS betriebene Forschungsinfrastruktur, mit der interdisziplinäre Themen von der biomedizinischen Grundlagenforschung über Verfahrensentwicklungen bis hin zur Validierung neuer Technologien bearbeitet werden können. Die Kombination des biologisch-medizinischen Know-hows des Fraunhofer IZI mit den Kompetenzen in der Entwicklung neuer Keramikmaterialien und innovativer Messverfahren des Fraunhofer IKTS ist dabei die Basis für die Umsetzung internationaler Projekte.

»Für Partner aus Industrie und Forschung ist hier eine Einrichtung entstanden, an der technisch anspruchsvolle interdisziplinäre Vorhaben für medizinische und biotechnologische Fragestellungen von Experten beider Bereiche kompetent umgesetzt werden können«, kommentiert Prof. Dr. Alexander Michaelis, Leiter des Fraunhofer IKTS, die Perspektiven für das Vorhaben.

Die Geräte wurden bewusst in Leipzig platziert, da die Untersuchungsobjekte des biomedizinisch forschenden Fraunhofer IZI, lebende Zellen und Gewebe, einen längeren Transport oft nicht unbeschadet überstehen. Die von den Dresdner Kollegen eingebrachten Geräte und Kompetenzen im Bereich der Materialentwicklung und -charakterisierung werden vor Ort an die biologisch-medizinischen Fragestellungen angepasst. »Unser Ziel ist die Bearbeitung drängender Fragen in den Bereichen Zelltherapie, Onkologie, chronische Entzündungserkrankungen sowie neurodegenerative Erkrankungen«, beschreibt Prof. Dr. Frank Emmrich, Leiter des Fraunhofer IZI, die Zielstellung kommender Projekte.

Die Einrichtung des Bio-Nano-Anwendungslabors wurde mit Investitionsmitteln in Höhe von 3 Millionen Euro durch das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst (SMWK) aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert.

Weitere Ansprechpartner

Fraunhofer IZI
Dr. Michael Szardenings
Telefon +49 341 35536-2805
michael.szardenings@izi.fraunhofer.de

Fraunhofer IKTS
Dr. Jörg Opitz
Telefon +49 351 88815-516
joerg.optitz@ikts.fraunhofer.de