Fraunhofer-Institut für Zelltherapie und Immunologie IZI intensiviert die Kooperation mit japanischen Forschungs- und Industriepartnern.

Presseinformation / 19.11.2018

Am 11. Oktober 2018 trafen sich in Yokohama, Japan, Vertreter des Fraunhofer IZI und der Japanischen Gesellschaft für Regenerative Medizin am Rande der BioJapan 2018 Konferenz, um eine entsprechende Absichtserklärung zu unterzeichnen.

Unterzeichner der Absichtserklärung (v.l.n.r.): Kyosuke Mano, Prof. Dr. Yoshiki Sawa, Prof. Dr. Frank Emmrich und Dr. Thomas Tradler
© Roy Richter

Unterzeichner der Absichtserklärung (v.l.n.r.): Kyosuke Mano, Prof. Dr. Yoshiki Sawa, Prof. Dr. Frank Emmrich und Dr. Thomas Tradler

Die Japanische Gesellschaft für Regenerative Medizin ist mit ca. 6.000 Mitgliedern aus Forschung, Wirtschaft und Politik eine der weltweit größten Interessensgemeinschaften im Bereich der Regenerativen Medizin. In diesem relativ jungen Feld der Biomedizin, wird die Heilung unterschiedlichster Erkrankungen oder Verletzungen durch die Wiederherstellung, Regeneration oder den natürlichen Ersatz defekter Gewebe und Organe angestrebt. Durch intensive Forschungsarbeiten weltweit konnten in den vergangenen Jahren bereits zahlreiche Fortschritte z. B. in den Bereichen Stammzellforschung, Biomaterialien und Tissue Engineering verzeichnet werden. Japanische Forschungsinstitutionen und Wissenschaftler haben daran einen maßgeblichen Anteil. So erhielt beispielsweise der Forscher Shin’ya Yamanaka von der Kyoto Universität 2012 den Nobelpreis für die Entwicklung der iPS(induzierte Pluripotente Stammzellen)-Technologie. Diese wurde seither von zahlreichen internationalen Forschungseinrichtungen für verschiedenste Anwendungen weiterentwickelt, darunter auch das Leipziger Fraunhofer-Institut.

Japan ist einer der wichtigsten Innovationstreiber im Bereich der Regenerativen Medizin. Eine exzellente Forschungslandschaft sowie eine starke industrielle Basis im Pharmabereich machen japanische Forschungseinrichtungen und Unternehmen zu interessanten Partnern für das Fraunhofer IZI. Das Leipziger Fraunhofer-Institut, als Teil Europas größter Forschungsorganisation für angewandte Forschung, bringt hingegen umfangreichen Expertise bei europäischen Zulassungsverfahren innovativer Therapieverfahren sowie internationale Netzwerke in die Kooperation ein.

Mit der Unterzeichnung der Absichtserklärung bekräftigen beide Einrichtungen den Willen, neben gemeinsamen Forschungsaktivitäten auch den regelmäßigen Informationsaustausch zu technologischen, regulatorischen und wirtschaftlichen Entwicklungen beider Länder auszubauen. Unterzeichnet wurde das Dokument von Prof. Dr. Yoshiki Sawa, Präsident der Japanischen Gesellschaft für Regenerative Medizin, Prof. Dr. Frank Emmrich, Institutsleiter des Fraunhofer IZI, Kyosuke Mano, Generalsekretär der Japanischen Gesellschaft für Regenerative Medizin und Dr. Thomas Tradler, MBA Leiter Business Development des Fraunhofer IZI, in Gegenwart einer Delegation der Stadt Leipzig (Amt für Wirtschaftsförderung) und der Deutsch-Japanischen-Gesellschaft.