EU-Kommissar Dr. Johannes Hahn besucht Sächsisches Vorzeige-Projekt Fraunhofer IZI in Leipzig

22.10.2010

Im Zuge der aktuellen Debatte um die zukünftige Strukturförderung der EU ab 2014 besichtigt der EU Kommissar Dr. Johannes Hahn gemeinsam mit Europaminister Dr. Jürgen Martens und Sachsens Wirtschaftsminister Sven Morlok erfolgreiche sächsische Projekte. Neben dem Stadtentwicklungsprojekt »Leipziger Osten« wird am 25. Oktober 2010 auch das Leipziger Fraunhofer- Institut für Zelltherapie und Immunologie demonstrieren, wie erfolgreich EU Mittel bisher investiert wurden und wie sinnvoll eine weitergehende Förderung ist.

Die Regenerative Medizin weckt derzeit große Erwartungen. Sie verspricht insbesondere Therapiemöglichkeiten bei chronischen Erkrankungen, die mit irreversiblen Funktionsverlusten von Zellen und Geweben einhergehen. Bis heute gibt es auf diesem Gebiet noch keine befriedigenden Methoden und Techniken. Dies zu ändern war der Ursprungsgedanke und die Motivation für die Errichtung des Fraunhofer-Instituts für Zelltherapie und Immunologie. Seit fünf Jahren arbeiten einfallsreiche junge Wissenschaftler auf den Gebieten Immunologie und Zelltherapie mit hochmoderner Ausrüstung und seit 2008 auch im eigenen Gebäude.

Damit dieses Objekt überhaupt entstehen konnte, steuerte die EU aus dem Europäischen Fond für regionale Entwicklung (EFRE) 14,8 Millionen bei und finanzierte damit 60% des Gesamtvolumens. Den verbleibenden Anteil übernahmen zu gleichen Anteilen der Bund und das Land Sachsen. Für den ersten Erweiterungsbau stehen weitere 6,4 Millionen Euro aus EFRE-Mitteln zur Verfügung. Dieser feiert bereits im Januar 2011 Richtfest und wird voraussichtlich im März 2012 in Betrieb gehen können.

Am Montag wird sich der EU-Kommissar persönlich davon überzeugen, dass das Fraunhofer IZI mit seinem Konzept auf Erfolgskurs ist: Jährlich stieg bisher die Anzahl der eingeworbenen biotechnologisch-biomedizinischen Projekte auf derzeit 89 – fast die Hälfte davon Industrieaufträge. Insgesamt wurden Projekte im Gesamtwert von fast 30 Millionen Euro eingeworben. Zudem hat das Institut seit letztem Jahr drei Unternehmensgründungen in Leipzig mit auf den Weg gebracht.

Mit dem Besuch des Fraunhofer IZI demonstriert der Freistaat Sachsen, dass Dank der EU-Förderung in diverse sächsische Projekte wichtige Impulse für die Entwicklung innovativer Technologien und die wirtschaftliche Umsetzung gegeben werden.

Diese Erfolgsgeschichte steht als Beispiel für eine weitsichtige Förderpolitik der EU, die auch über 2014 hinaus innovative Strukturen als Kristallisationskeime für neue Wirtschaftskerne in Sachsen nachhaltig unterstützen soll.