Magnetische Infektionsdiagnostik aus dem Hause Fraunhofer beim Wettbewerb »365 Orte im Land der Ideen« erfolgreich

29.10.2010

Die Konzeptidee »Magnetische Infektionsdiagnostik« aus dem Fraunhofer-Institut für Zelltherapie und Immunologie IZI ist der heutige Preisträger des bundesweit ausgetragenen Innovationswettbewerbs »365 Orte im Land der Ideen«.

© Fraunhofer IZI

Preisträger und Gäste: Prof. Emmrich, Institutsleiter Fraunhofer IZI, Herr Damm, Direktor Deutsche Bank AG, Dr. Zilch, Preisträger, Dr. Faber & Herr Faber, Geschäftspartner, Prof. von Schorlemer, Sächsische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst

Das Diagnose-System »MAZER« bietet Patienten mit einer einfachen und kostengünstigen Infektionsdiagnose schnellstmögliche Hilfe vor Ort und dem Arzt ein leicht zu bedienendes und effizientes Werkzeug. Friedbert Damm von der Deutschen Bank in Leipzig zeichnete heute das Fraunhofer IZI, aus dem die Idee für die Magnetische Infektionsdiagnostik stammt, als »Ausgewählten Ort 2010« aus. Damit erhält das Diagnose-System eine von 365 Auszeichnungen, die jedes Jahr von der Standortinitiative »Deutschland – Land der Ideen« und der Deutschen Bank unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten vergeben werden. Die Technologie des »MAZERS« beruht auf den sogenannten magnetoresistiven Effekten, die vor allem im Bereich der Sensorik sinnvoll einzusetzen sind.

Anlässlich der Preisverleihung betonte Friedbert Damm: »Die Magnetische Infektionsdiagnostik ist ein herausragendes Beispiel für Forschergeist, Kreativität und Engagement. Innovative Diagnostikverfahren sind grundlegend für eine verbesserte medizinische Versorgung. Davon kann jeder profitieren.«

Die Umsetzung der Idee in die Praxis erfolgt in dem aus dem Fraunhofer IZI ausgegründeten Start-Up-Unternehmen Magna Diagnostics GmbH. Geschäftsführer Dr. Christian Zilch kommentierte die Auszeichnung: »Wir sind sehr stolz, ein ›Ausgewählter Ort‹ im Land der Ideen zu sein. Nunmehr gilt unser ganzes Interesse einer erfolgreichen Umsetzung. Unser Ziel ist es, einen wichtigen Beitrag in der frühzeitigen Diagnose lebensbedrohlicher Infektionen zu leisten, um Leben zu retten und das Gesundheitssystem zu entlasten.« Als Ehrengast sprach Professor Dr. Dr. Sabine von Schorlemer, Sächsische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst: »Die Umsetzung dieser Idee bedeutet, einen großen Dienst an den Patienten und der Gesellschaft zu leisten.«

Aus mehr als 2.200 eingereichten Bewerbungen überzeugte die Magnetische Infektionsdiagnostik die unabhängige Jury und repräsentiert mit dieser zukunftsfähigen Idee Deutschland als das »Land der Ideen«. »Die ›Ausgewählten Orte 2010‹ zeigen auf vielfältige Weise die Innovations- und Gestaltungskraft Deutschlands. Jeden Tag sehen wir, wie durch das enorme Potenzial, das hier in der Region steckt, das bundesweite Netzwerk an Ideen wächst«, begründete Friedbert Damm das Engagement der Deutschen Bank.