Staatsministerin Schorlemer informiert sich über neues Diagnostiksystem für Schlaganfallpatienten

20.3.2013

Leipzig – Im Rahmen eines Arbeitstreffens besuchte die Sächsische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Prof. Dr. Sabine von Schorlemer, heute das Fraunhofer-Institut für Zelltherapie und Immunologie und die SoNovum AG. Schorlemer informierte sich dabei über die Fortschritte des Verbundprojekts, dessen Ziel die Entwicklung einer neuen Technologie zur besseren Schlaganfalldiagnostik ist.

© Fraunhofer IZI

Sächsische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Prof. Dr. Sabine von Schorlemer, und Prof. Dr. Frank Emmrich, Institutsleiter Fraunhofer-Institut für Zelltherapie und Immunologie, beim gemeinsamen Arbeitstreffen der SoNovum AG.

Pro Jahr erleiden 165.000 Menschen in Deutschland einen Schlaganfall, in ganz Europa sind es 1,1 Mio jährlich. Es ist hierzulande die dritthäufigste Todesursache und die häufigste Ursache bleibender Behinderungen. Dabei werden grundsätzlich zwei Formen des Schlaganfalls unterschieden: In rund 85 Prozent aller Fälle ist der Verschluss einer hirnversorgenden Arterie, d. h. ein Hirninfarkt, ursächlich, bei 15 Prozent der Fälle eine Hirnblutung. Beide Arten zeigen ähnliche Symptome, die Behandlungsart unterscheidet sich jedoch gravierend. Bisher kann die Ursachendiagnose erst durch spezielle Bildgebungsverfahren in einer Klinik erfolgen, wobei wertvolle Zeit verloren geht. Zeit jedoch ist bei der Schlaganfalltherapie ein kritischer Faktor, der entscheidend für die Genesungschancen des Patienten ist.

Das Fraunhofer IZI und die SoNovum AG forschen daher derzeit gemeinsam an einem Verfahrensmuster für die Unterscheidung von Hirnblutung und Hirninfarkt an hochspezialisierten Modellsystemen. Ziel ist die Entwicklung eines mobilen und kompakten Diagnosegeräts, mit dem direkt vor Ort festgestellt werden kann um welche Art Schlaganfall es sich handelt. Die schnellere Diagnose soll dazu beitragen, den Behandlungserfolg zu maximieren und Mortalitätsrate sowie Folgekosten durch Nachsorge und Pflege zu verringern.

»Am Fraunhofer IZI können wir sehr gute Forschungsbedingungen für die Weiterentwicklung der spannenden SoNovum-Technologie zur Verfügung stellen«, so Professor Frank Emmrich, Leiter des Fraunhofer IZI. »Interdisziplinäre Forschungsprojekte, wie die Zusammenarbeit mit SoNovum, bringen den Standort eindrucksvoll voran, stärken dessen Wachstumsmöglichkeiten und erhöhen die internationale Wahrnehmung. Dazu tragen wir mit unserem Engagement im Kooperationsprojekt gern bei.«