Impfstoff-Technologien

Herstellung von Antigenen zur Entwicklung eines serologischen Tests für Zika-Viren und Dengue-Serotypen

Durch die zunehmende Globalisierung und Klimaerwärmung erlangt die Problematik Insekten-übertragener Virusinfektionen stetig neue Dimensionen. Die Gattung der Flaviviren umfasst eine Reihe von Viren, die überwiegend durch Arthropoden (Zecken und Stechmücken) auf Vögel und Säugetiere übertragen werden. Viele von ihnen verursachen Erkrankungen bei Tieren und Menschen. Darunter verschiedene Formen von Enzephalitis (u.a. FSME), Gelbfieber, Dengue-Fieber und West-Nil-Fieber. Da sich die Viren und deren Subtypen auf molekularer Ebene z. T. sehr stark ähneln, erschwert dies eine differentielle Diagnostik, welche jedoch essentielle Voraussetzung für eine gezielte Therapie ist. Im Rahmen des Projektes soll ein System entwickelt werden, über das sich Infektionen mit den sehr eng verwandten Dengue- und Zika-Viren serologisch unterscheiden lassen. Das Projekt baut auf Multiplex-basierten Verfahren zu Diagnose von Vektor-übertragenen Virusinfektionen auf. Dabei sollen Lösungen in den Test integriert werden, durch die eine genaue Bestimmung des infizierenden Serotyps bei Dengue-Viren ermöglicht wird. Dazu werden am Fraunhofer IZI rekombinante Antigene entwickelt, um diese in bestehende Diagnoseverfahren zu integrieren und deren Spezifität signifikant zu verbessern.