Außenstelle Translationale Zelltherapie (Hannover)

Projekte

Ex-vivo-Expansion von PBMC-abgeleiteten humanen NK-Zellen zur Verwendung für In-vivo-Studien

Schematische Darstellung  einer Krebszelle, die von Immunzellen erkannt und attackiert wird.
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Schematische Darstellung einer Krebszelle, die von Immunzellen erkannt und attackiert wird.

Eine der Hauptfunktionen des menschlichen Immunsystems ist die Abwehr von Infektionen. Eine weitere Aufgabe ist die Beseitigung von Krebszellen.

Immunzellen sind grundlegend in der Lage Krebszellen zu erkennen und durch verschiedene Mechanismen zu eliminieren. Einer dieser Mechanismen ist die antikörperabhängige zellvermittelte Toxizität (ADCC). Dabei binden Antikörper an der Oberfläche von Krebszellen und geben somit Natürlichen Killer (NK)-Zellen das Signal, die entsprechende Zelle zu töten. Diese Immunzellen binden über den Antikörper an die Krebszelle und werden dabei stimuliert zytotoxische Proteine auszuschütten.

Einige Krebszellen entziehen sich über immunsupprimierende Eigenschaften diesem Mechanismus. Dennoch bietet er einen sehr guten Ansatz für die Entwicklung neuer Krebstherapien, die diesem immunologischen Prinzip folgen.

Das Unternehmen Affimed entwickelte hierzu eine neue Antikörperplattform für das gezielte Abtöten maligner Zielzellen. Basierend auf dieser Antikörperplattform werden immunsupprimierende Mechanismen von Tumorzellen überwunden und eine gezielte Immunantwort ausgelöst.

Im Rahmen dieses Vorhabens wurden in der Außenstelle Hannover des Fraunhofer IZI Leukapheresen von unterschiedlichen, gesunden Spendern durchgeführt. Aus den angereicherten, mononuklären Zellen des peripheren Bluts (PBMCs) wurden anschließend NK-Zellen immunmagnetisch separiert, für zwei Ex-vivo-Wochen expandiert und anschließend kryokonserviert. Bei Bedarf konnten die Zellen dann für Unter­suchungen aufgetaut, erneut expandiert / aktiviert und im Rahmen präklinischer Tests untersucht werden.