EASYGEN-Konsortium setzt auf virusfreie Minicircle-Technologie für schnellere CAR-T-Herstellung

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Im Rahmen der kürzlich geschlossenen strategischen Partnerschaft zwischen dem Fraunhofer-Institut für Zelltherapie und Immunologie IZI und PlasmidFactory GmbH tritt das von Fresenius geführte EASYGEN-Konsortium erstmals als Kooperationspartner auf. Ziel von EASYGEN ist die Etablierung eines schnelleren, effizienteren und virusfreien Herstellungsprozesses für CAR-T-Zellen direkt am Behandlungsort der Patientinnen und Patienten. Hierfür werden die Partner des Konsortiums unter anderem die Minicircle-Technologie der PlasmidFactory GmbH nutzen.

Das Fraunhofer-Institut für Zelltherapie und Immunologie IZI und PlasmidFactory GmbH wollen gemeinsam innovative und effiziente Herstellungsverfahren für Zell- und Gentherapien vorantreiben. Als erster offizieller Kooperationspartner innerhalb dieser strategischen Zusammenarbeit tritt das von Fresenius geleitete EASYGEN-Konsortium auf.

Das europäische IHI-Projekt EASYGEN verfolgt das Ziel, die Produktionszeit von CAR-T-Zellen zu verkürzen – von derzeit mehreren Wochen auf 24 bis 48 Stunden. »Eine dezentrale Herstellungsplattform direkt in den Behandlungszentren, dem Point-of-Care, würde die Prozesse effizienter und wirtschaftlicher gestalten. Unser Ziel ist es, den Zugang zu CAR-T-Therapien zukünftig für deutlich mehr Patientinnen und Patienten zu ermöglichen«, fasst EASYGEN-Projektleiterin Dr. Sonja Steppan, Head of Research Office & Principal Investigator EASYGEN, Fresenius SE & Co. KGaA, Bad Homburg, zusammen. Die Entscheidung, dabei auch auf nicht-virale Methoden, wie Minicircle-Technologie zu setzen, sei ein entscheidender Schritt in Richtung der angestrebten Prozessoptimierung.

Point-of-Care-Setting durch PlasmidFactory’s Minicircle-Technologie

Das EASYGEN-Konsortium nutzt die Minicircle-Technologie der PlasmidFactory GmbH, um einen virusfreien, sicheren und effizienten Herstellungsprozess für CAR-T-Zellen zu entwickeln – als hochqualitative Alternative zu aktuellen Herstellungsverfahren, welche auf virale Vektoren zurückgreifen und entsprechend hohe Sicherheitsstandards benötigen und Kosten verursachen. Minicircles enthalten kein klassisches Plasmid-Gerüst mehr und verzichten vollständig auf funktionelle bakterielle Elemente, sodass sie ausschließlich aus den für die Anwendung relevanten DNA-Sequenzen bestehen. Dadurch sind sie kleiner und effizienter, ermöglichen eine verbesserte Transfektion und Expression und eignen sich daher besonders für virusfreie Ansätze. Damit stellt die Minicircle-Technologie der PlasmidFactory eine zentrale Grundlage für die Umsetzung des virusfreien Herstellungsansatzes im EASYGEN-Projekt dar. PlasmidFactory ist ein deutsches CDMO mit langjähriger Erfahrung in der Plasmid- und Minicircle-Herstellung.

Am Fraunhofer IZI wurden bereits Verfahren für die virusfreie Erzeugung von CAR-T-Zellen mittels PlasmidFactory’s Minicircle-Technologie im präklinischen Umfeld, in der klinischen Translation sowie bei der Herstellung klinischer CAR-T-Präparate etabliert und erfolgreich umgesetzt. Diese Technologie bildet damit einen zentralen Baustein innerhalb von EASYGEN. PlasmidFactory stellt hierfür zwei spezialisierte Minicircle-Varianten bereit, die maßgeblich zur Entwicklung und Validierung des verkürzten Herstellungsprozesses im geplanten Point-of-Care-Setting beitragen. Das Biotech Unternehmen T-CURX GmbH, ebenfalls Teil des Konsortiums, begleitet das Vorhaben mit seiner Expertise in der Optimierung des virusfreien Herstellungsprozesses.

Durch den Einsatz virusfreier Verfahren werden zudem zentrale Herausforderungen der aktuellen Zelltherapieproduktion wie der Wirtschaftlichkeit, Skalierbarkeit und Prozesslogistik adressiert.

Als erster Schritt fand bereits ein Workshop des EASYGEN-Konsortiums am Fraunhofer IZI statt, um das entwickelte EASYGEN-Protokoll zur Herstellung der CAR-T-Zellen erstmalig zu testen – unter Verwendung von PlasmidFactory’s Minicircle Technologie.

Über die Initiative EASYGEN

Das EASYGEN-Konsortium wird von Fresenius geleitet mit der Unterstützung des Fraunhofer IZI als akademischem Co-Koordinator unter der Leitung von Prof. Dr. Dr. Ulrike Köhl und Prof. Dr. Michael Hudecek. Dem Konsortium gehören 21 Organisationen aus neun Ländern an, darunter führende Unternehmen wie Fresenius SE & Co. KGaA, Fresenius Kabi, Helios, Quirónsalud, Fenwal, Cellix, Charles River, Pro-Liance, TQ Therapeutics und Philips sowie renommierte Forschungs- und Wissenschaftseinrichtungen wie Fraunhofer IZI, Fraunhofer IESE, das Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf, die Technische Universität Dänemark, die Frankfurt School of Finance & Management, die EBMT, die Bar-Ilan-Universität, die Universität Glasgow und die Universität Navarra. Fresenius ist in der Zell- und Gentherapie breit aufgestellt: Fresenius Kabi entwickelt medizintechnische Lösungen wie die automatisierten Zellverarbeitungssysteme Lovo und Cue. Helios bietet am Klinikum Berlin-Buch seit 2019 CAR-T-Therapien als Standardbehandlung an und führt dazu klinische Studien durch. Quirónsalud verfügt über spezialisierte Onkologiezentren, die CAR-T-Therapien insbesondere für hämatologische Erkrankungen einsetzen.
Mehr Informationen: www.easygen-consortium.eu