Metabiobanken

Logo CRIP

Die Arbeitsgruppe setzt das von ihr entwickelte datenschutzrechtlich genehmigte CRIP-Konzept in Infrastrukturen für die vernetzte medizinische Forschung um.

Mit der Integration von Biobanken zu sog. Metabiobanken ermöglicht und unterstützt sie die webbasierte fall- und probengenaue Suche nach humanen Bioproben und den zugehörigen Daten über Institutionen- und Landesgrenzen hinweg. So werden die im Rahmen der Diagnostik und Therapie anfallenden humanen Bioproben (wie z.B. Blut, Serum, Gewebe) und die zugehörigen Daten zeitnah und mit hinreichender statistischer Relevanz für die Forschung zugänglich gemacht.

Die Arbeitsgruppe arbeitet mit mehr als einem Dutzend Universitätskliniken / Biobankpartnern zusammen und hat dabei herausragende Kompetenz erworben hinsichtlich

  • der semantischen Integration unterschiedlichster fall- und probenrelevanter Daten aus der medizinischen Forschung und Versorgung,
  • der vertraglichen Gestaltung des Datentransfers im Hinblick auf die einschlägigen ethischen und rechtlichen Regularien und
  • der Governance Institutionen-übergreifender Biobank-Netzwerke.

Der Datenaustausch mit den Kliniken ist datenschutzrechtlich genehmigt. CRIP wurde international erfolgreich evaluiert.

p-BioSPRE: Biobank-Portal des p-medicine-Konsortiums

Im Rahmen des von der EU geförderten Projekts »p-medicine« baut die Arbeitsgruppe Metabiobanken 2011–2015 zusammen mit dem Fraunhofer IBMT die Plattform p-BioSPRE auf. Sie gewährt autorisierten Forschern zunächst den Zugang zu hoch annotierten Biobanken auf dem Gebiet der häufigsten Form kindlicher Leukämie, der akuten lymphoblastischen Leukämie (ALL) und der Wilms-Tumore (Nephroblastom), einschließlich der Information über die zugehörigen Patienten-Einwilligungserklärungen. p-BioSPRE kann jederzeit um weitere Tumorentitäten und weitere Biobankpartner flexibel erweitert werden.

Demonstrator mit Testdaten zu zahlreichen Tumor-Entitäten:

P2B2: Projektportal im Deutschen Biobanken-Register

Das Projektportal im Deutschen Biobanken-Register (P2B2) gestattet die Biobank-übergreifende Suche nach spezifischen Proben bzw. Fällen in sehr unterschiedlichen Biobanken. 2010–2012 im Rahmen des vom BMBF geförderten Projekts P2B2 aufgebaut, erbringt P2B2 den »Proof-of-Concept«, dass nach dem ursprünglich für die Gewebebanken der Pathologie entwickelten CRIP-Konzept ein Projektportal für alle Typen medizinischer Biobanken aufgebaut werden kann. P2B2 ist über ein Single-sign-on gemeinsam mit dem Deutschen Biobankenregister erreichbar.

CRIP: Central Research Infrastructure for molecular Pathology

CRIP (seit 2006 online) ist der Prototyp für alle weiteren Metabiobanken der Arbeitsgruppe. In Zusammenarbeit mit dem CRIP-Beirat und den Gründungspartnern entwickelt, wurde das CRIP Privacy Regime zum bahnbrechenden und in Deutschland seit 2006 datenschutzrechtlich genehmigten Konzept. Ausgehend von der ursprünglich für CRIP entwickelten Software, wurde im Laufe der Jahre das modulare Software-Portfolio »CRIP Toolbox« zum flexiblen und maßgeschneiderten Aufbau von Biobank-Portalen entwickelt.

  • Weiler G, Schröder C, Schera F, Dobkowicz M, Kiefer S, Heidtke K R, Hänold S, Nwankwo I, Forgo N, Stanulla M, Eckert C, Graf N. p-BioSPRE – an information and communication technology framework for transnational biomaterial sharing and access. ecancer medical science 2014(8).
  • Gros O. Computergestützte Wissensextraktion aus Befundtexten der Pathologie. Dissertation Mathemat-naturw. Fakultät der Universität Potsdam, 2013.
  • Schröder C, Heidtke K R, Zacherl N, Zatloukal K, Taupitz J. Safeguarding donors' personal rights and biobank autonomy in biobank networks: the CRIP privacy regime. Cell Tissue Bank 12(3): 233 – 240; doi: 10.1007/s10561-010-9190-8. Epub 2010 Jul 15.