Abteilung Zelltherapie

In der Abteilung Zelltherapie werden neue Verfahren der Gen- und der Zelltherapie bis zur klinischen Anwendung gebracht. Dabei werden die experimentellen Ansätze hinsichtlich Sicherheit, Machbarkeit und Effektivität validiert. Zahlreiche Modellsysteme zur präklinischen Testung neuartiger Konzepte unter Anwendung strengster Qualitätskriterien wurden und werden von der Abteilung aufgebaut. Mittels dieser Modellsysteme lässt sich die Vorhersagekraft der erhobenen Ergebnisse für den weiteren klinischen Einsatz deutlich steigern. Unter anderem werden Zelltherapeutika bei ischämischen Erkrankungen wie Schlaganfall und Myokardinfarkt eingesetzt. Das Augenmerk liegt auch auf Verfahren, die Degeneration und Alterung von Zellen verhindern können. Darüber hinaus wird das »schlafende« Potenzial von Stammzellen untersucht. Zudem beschäftigt sich die Abteilung mit immunonkologischen Zelltherapieverfahren, wobei gentechnisch modifizierte Immunzellen (zytotoxische T-Zellen) oder natürliche Killerzellen (NK-Zellen) für die Tumorbehandlung entwickelt werden.

 

Experimentelle Bildgebung

Im Zuge der ständigen Verbesserung der technischen Methoden stehen für biologische Untersuchungen immer neue Bildgebungsverfahren und Auswertemethoden zur Darstellung von Strukturen und Prozessen zur Verfügung. Durch eine parallele Spezialisierung der meisten Forschungsbereiche fehlen jedoch den meisten Wissenschaftlern für eine intensive Auseinandersetzung mit den Grenzen und Möglichkeiten dieser neuartigen Verfahren sowohl Zeit, Erfahrung als auch Detailkenntnisse. Das Potenzial moderner bildgebender Verfahren bleibt daher häufig ungenutzt.

 

Kliniknahe Therapiestudien

Die Arbeitsgruppe Kliniknahe Therapiestudien prüft und entwickelt innovative Diagnose- und Therapieverfahren für den ischämischen Schlaganfall. Da die Übertragbarkeit von Befunden aus gängigen Labornagermodellen auf den menschlichen Patienten in manchen Fällen nur eingeschränkt möglich ist, wurde für den translationalen Ansatz ein weltweit einzigartiges Großtiermodell etabliert. 

 

Außenstelle Translationale Zelltherapie (Hannover)

Die Außenstelle Translationale Zelltherapie entwickelt und validiert zellbasierte Arzneimittel für neuartige Therapien (engl.: Advanced Therapy Medicinal Products, ATMPs). Dazu gehört die translationale Forschung und die Entwicklung GMP-konformer Herstellungsprotokolle für Zelltherapeutika an der Schnittstelle präklinischer Entwicklung bis zur Überführung in die klinische Prüfung. 

 

Vesikel-basierte Immunmodulation

Die Arbeitsgruppe Vesikel-basierte Immunmodulation erforscht extrazelluläre Vesikel und deren Rolle als Kommunikationsmittel von Zellen. Darauf basierend werden neue diagnostische und therapeutische Verfahren abgeleitet und untersucht.