Tumorstammzellen
Fraunhofer-Institut für Zelltherapie und Immunologie IZI
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© Dirk Mahler / Fraunhofer
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- Sphäroidbildung von TSZ des Mamakarzinoms.
Bei der Entstehung verschiedener Krebsformen wird Tumorstammzellen (TSZ) eine maßgebliche Rolle zugesprochen. Sie besitzen die typischen Stammzelleigenschaften, wie Selbsterneuerung und Differenzierungspotenzial. Derzeit wird davon ausgegangen, dass diese Zellpopulation resistent gegen verschiedene Therapieformen ist und sowohl zu Rückfällen als auch zur Metastasierung führt. Am Fraunhofer IZI wurde eine Testplattform entwickelt, welche eine schnelle und praxisnahe Untersuchung multipler Wirkstoffkandidaten zur Intervention gegen Tumorstammzellentitäten erlaubt. In vitro werden spezifische Tumorstammzellen Sensibilitätstestungen gegenüber neuen Wirkstoffkandidaten (z.B. Zytostatika) unterzogen. Im Einzelnen geht es dabei um dosisabhängige Kinetiken im Zusammenhang mit speziellen Bestrahlungsregimen. Die Testplattform liefert in erster Instanz Wachstumskurven von Tumorstammzellen nach Wirkstoffexposition, die durch einen folgenden In-vivo-Ansatz, nach Tumorgenese im Mausmodell, komplettiert werden können.
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- Monitoring der Tumorinitiation und -remission nach Cisplatin-Kombinationstherapie.
Zur Untersuchung eines Überlebensvorteils bei adjuvanter Anti-Tumortherapie (z.B. Zytostatikum + small molecules) konnte eine Remission im NOD / SCID-Mausmodell für das Pankreaskarzinom dargestellt werden.
Den Tieren wurden am Tag 1 (d1) je 1x10E5 luciferase-transduzierte Zellen der Pankreaskarzinomlinie DAN-G in die Nackenfalte appliziert. Über die ersten 21 Tage erfolgte das Monitoring des Engraftments und der Tumorprogression. Am Tag 22 (d22) post application erfolgte der Beginn der adjuvanten Therapie (Cisplatin [8mg/ml] + Adjuvanz). Ab diesem Tag konnte eine Tumorremission in dem behandelten Tier dargestellt werden. Am Tag 29 (d29) erfolgte die zweite therapeutische Applikation, die zu einer weiteren Tumorremission bis zum Tag 36 (d36) führte. Die Untersuchung der Verlaufskontrolle wurde am Tag 29 (d29) aufgrund der erhöhten Tumorlast beendet.
Eine solche adjuvante Kombinationstherapie soll den Überlebensvorteil durch eine spezifische Tumorstammzellinhibition signifikant überbieten.
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