Stammzellbiologie
Fraunhofer-Institut für Zelltherapie und Immunologie IZI
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Mittels Tissue Engineering hergestellte Hautpräparate stellen eine große Hoffnung für die medizinische Versorgung schwerer Wunden und Brandverletzungen dar. Darüber hinaus ist im Labor gezüchtete Haut als Testsystem für neue Medikamente und Wirkstoffe geeignet, was die Anzahl von Tierversuchen reduziert. Bislang fehlt es jedoch an kosteneffektiven und automatisierbaren Produktionssystemen, um dem steigenden Bedarf an Hautpräparaten gerecht zu werden.
Gemeinsam mit Partnern entwickelt das Fraunhofer IZI Lösungen für Probleme wie die eingeschränkte Verfügbarkeit von geeigneten Zellen sowie deren Kryokonservierung. Dazu gehört die Reprogrammierung von humanen Fibroblasten zu pluripotenten Stammzellen (iPS), die wiederum zu Hautzellen (Keratinozyten und Melanozyten) differenziert werden können. Diese sogenannten induzierten pluripotenten Stammzellen werden am Fraunhofer IZI auf ihre Stammzelleigenschaften (Pluripotenz) untersucht. Daneben stehen insbesondere Untersuchungen zur Expandierbarkeit und der Alterungsprozesse im Zentrum der Forschung.
Ein weiterer Fokus liegt auf der Kryokonservierung der Zellen. Innovative Verfahren zur schonenden Kryokonservierung der Zellen sollen eine möglichst hohe Flexibilität für die Hautproduktion gewährleisten. Beide Forschungs- und Entwicklungsschwerpunkte tragen dazu bei, unabhängig von Gewebespenden ausreichend Hautpräparate zur medizinischen Anwendung, Pharmatestung und zu Forschungszwecken herzustellen.
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